Yoga und Krebs

Achtsame Begleitung während und nach einer Krebserkrankung

"Eine Krebserkrankung gehört zu deiner Geschichte, doch sie beschreibt nicht dein ganzes Sein. Du bist mehr als eine Diagnose, mehr als ein Befund und mehr als das, was dir widerfahren ist.
Yoga kann dich daran erinnern, dass es in dir weiterhin einen Ort gibt, der von deiner Würde, deiner Lebendigkeit und deiner inneren Kraft getragen wird.
Vielleicht beginnt dein Weg zurück zu dir nicht mit einer großen Veränderung. Vielleicht beginnt er mit einem Atemzug, einer sanften Bewegung oder dem Moment, in dem du deinem Körper wieder aufmerksam zuhörst."

Ein Weg zurück zu Vertrauen
und Selbstwirksamkeit

Begleitung während und nach einer Krebserkrankung in der Yogawerkstatt
Eine Krebsdiagnose verändert das Leben oft von einem Moment auf den anderen. Plötzlich stehen Untersuchungen, Behandlungen und medizinische Entscheidungen im Mittelpunkt. Der eigene Körper, der bisher vielleicht selbstverständlich war, fühlt sich fremd oder nicht mehr verlässlich an.
Zwischen der Hoffnung auf Genesung und den Belastungen der Therapie können Ängste, Erschöpfung und Unsicherheit entstehen. Es gibt Tage, an denen Zuversicht spürbar ist und andere, an denen Nebenwirkungen, Sorgen oder kreisende Gedanken übermächtig werden.
In dieser besonderen Lebensphase kann Yoga zu einem unterstützenden Begleiter werden. Nicht als Ersatz für eine medizinische oder therapeutische Behandlung, sondern als achtsamer Weg, wieder mit dem eigenen Körper in Kontakt zu kommen, innere Ruhe zu finden und die persönlichen Kraftquellen zu stärken.

Warum eine gewöhnliche sanfte Yogastunde nicht immer ausreicht.

Für Menschen mit einer Krebserfahrung genügt es oft nicht, eine Yogastunde lediglich etwas sanfter zu gestalten. Die Praxis braucht ein Konzept, das die besonderen körperlichen und emotionalen Bedürfnisse der Teilnehmenden berücksichtigt.
Je nach Erkrankung, Behandlungsphase und persönlicher Verfassung können die Möglichkeiten sehr unterschiedlich sein. Chemotherapie, Bestrahlung, Operationen und medikamentöse Behandlungen können unter anderem mit Fatigue, Bewegungseinschränkungen, Osteoporose, Lymphödemen oder einer verminderten Belastbarkeit verbunden sein.

Deshalb gilt in meiner Arbeit ein wichtiger Grundsatz:
Nicht du passt dich dem Yoga an. Yoga passt sich deinen Möglichkeiten an.
Fachwissen verbindet sich mit achtsamer Begleitung
Meine Yogastunden für Menschen mit Krebserfahrung orientieren sich am Konzept YOGA und KREBS, das von Gaby Kammler in Köln entwickelt wurde. Es verbindet Wissen über Krebserkrankungen und deren Behandlung mit den vielfältigen Möglichkeiten des Yoga.
Durch meine Ausbildung als zertifizierte Yoga-und-Krebs-Trainerin, meine umfassende Yogalehrerausbildung sowie meine Erfahrungen in der Resilienzarbeit, Entspannung und achtsamen Körperbegleitung kann ich die Yogapraxis individuell an die jeweilige Lebenssituation anpassen.

Die Praxis berücksichtigt unter anderem:

> die Zeit nach der Diagnose <
> die Vorbereitung auf eine Behandlung <
> die Begleitung während Chemotherapie oder Bestrahlung <
> die Regeneration nach einer Operation <
> Rehabilitation und Nachsorge <
> den behutsamen Weg zurück zu mehr Kraft und Vertrauen <

Vom Behandeltwerden zurück ins eigene Handeln.

Während einer Krebserkrankung erleben viele Menschen, dass ein großer Teil ihres Alltags von Terminen, Untersuchungen und medizinischen Maßnahmen bestimmt wird. Sie werden untersucht, behandelt und versorgt. So wichtig und notwendig diese Unterstützung ist, kann dabei dennoch das Gefühl entstehen, nur noch fremdgesteuert zu sein.
Yoga eröffnet einen anderen Erfahrungsraum. Auf der Yogamatte darfst du wieder selbst entscheiden. Du spürst, welche Bewegung dir guttut, wann du eine Pause brauchst und welche Position sich für deinen Körper sicher anfühlt. Du kannst deinen Atem bewusst wahrnehmen und erleben, dass du selbst etwas zu deinem Wohlbefinden beitragen kannst.
Diese kleinen Entscheidungen können die Selbstwirksamkeit stärken. Aus dem Gefühl des Behandeltwerdens darf wieder ein eigenes, achtsames Handeln entstehen.
Es geht nicht darum, den Krankheitsverlauf kontrollieren zu wollen. Es geht darum, innerhalb der eigenen Möglichkeiten wieder Verantwortung für das persönliche Wohlbefinden zu übernehmen.

Den Körper wieder als Verbündeten erfahren.

Nach einer Diagnose oder während einer belastenden Behandlung kann das Vertrauen in den eigenen Körper erschüttert sein. Vielleicht fühlt er sich schwach, verändert oder fremd an. Manche Menschen beginnen, ihren Körper besonders aufmerksam zu beobachten. Andere ziehen sich von ihren Empfindungen zurück, weil diese mit Angst verbunden sind.
Ausgewählte Asanas und behutsame Bewegungsabläufe können dabei unterstützen, den Körper neu kennenzulernen. Die Praxis kann helfen, Beweglichkeit zu erhalten, Kraft aufzubauen und das eigene Körpergefühl auszubalancieren, immer angepasst an die aktuelle Belastbarkeit und in Abstimmung mit medizinischen Empfehlungen.
Hilfsmittel wie Bolster, Decken, Kissen, Gurte, Blöcke oder ein Stuhl geben zusätzlichen Halt. Sie ermöglichen eine Praxis, in der nicht Leistung, sondern Sicherheit und achtsame Wahrnehmung im Vordergrund stehen.
Mein Körper ist nicht nur der Ort meiner Erkrankung.
 Er ist auch der Ort meines Atems, meiner Lebendigkeit und meiner inneren Kraft.

Ruhe für das Gedanken- und Gefühlskarussell.

Eine Krebserkrankung betrifft nicht nur den Körper. Sorgen, Ängste und negative Gedanken können sich zu einem belastenden Gedankenkarussell entwickeln. Vielleicht richtet sich der Blick immer wieder auf die nächste Untersuchung oder die Frage, wie es weitergehen wird.
Meditationen, Atemwahrnehmung, Yoga Nidra und achtsame Körperreisen können helfen, für einen Moment aus diesem Kreislauf auszusteigen. Sie laden dazu ein, die Aufmerksamkeit sanft in die Gegenwart zurückzubringen.
Dabei geht es nicht darum, Ängste zu verdrängen oder ausschließlich positiv denken zu wollen. Alle Gefühle dürfen da sein. Gleichzeitig kann ein innerer Raum entstehen, in dem die Erkrankung für einen Moment nicht alles bestimmt.
Positive innere Bilder, Ruhe und bewusste Atemmomente können persönliche Ressourcen stärken. Sie schenken Augenblicke des Ankommens, aus denen neue Kraft geschöpft werden darf.

Für jede Phase der Erkrankung.

Das Angebot richtet sich an Menschen, die gerade erst eine Krebsdiagnose erhalten haben, sich in der Behandlung befinden oder nach Abschluss der Therapie wieder zu mehr Stabilität, Beweglichkeit und Kraft zurückfinden möchten.
Auch wenn die Behandlung bereits längere Zeit zurückliegt, können körperliche und emotionale Folgen weiterhin spürbar sein. Deshalb orientiert sich die Yogapraxis nicht allein an der medizinischen Phase, sondern immer am Menschen und an seiner persönlichen Tagesform.
Du brauchst keine Yogaerfahrung und musst weder besonders beweglich noch körperlich belastbar sein. Du darfst mit genau den Möglichkeiten beginnen, die dir heute zur Verfügung stehen.

Das persönliche Vorgespräch.

Vor der Aufnahme in den Kurs oder einer Einzelbegleitung findet ein persönliches Gespräch statt. Dabei schauen wir gemeinsam auf deine aktuelle Situation und finden eine Praxisform, die zu dir passt. Wenn es medizinisch erforderlich ist, sollte die Teilnahme zuvor mit dem behandelnden ärztlichen oder therapeutischen Team abgestimmt werden.
In welcher Behandlungsphase befindest du dich?
Welche körperlichen Einschränkungen oder Nebenwirkungen erlebst du?
Was wurde dir ärztlich empfohlen oder ausdrücklich nicht empfohlen?
Welche Form der Bewegung fühlt sich für dich sicher an?
Was wünschst du dir von deiner Yogapraxis?

Return to Yourself – du bist mehr als deine Diagnose.

In der Yogawerkstatt steht "Return to Yourself" für die liebevolle Rückkehr zu dir selbst.
Eine Krebserkrankung gehört zu deiner Geschichte, doch sie beschreibt nicht dein ganzes Sein. Du bist mehr als eine Diagnose, mehr als ein Befund und mehr als das, was dir widerfahren ist.
Yoga kann dich daran erinnern, dass es in dir weiterhin einen Ort gibt, der von deiner Würde, deiner Lebendigkeit und deiner inneren Kraft getragen wird.
Vielleicht beginnt dein Weg zurück zu dir nicht mit einer großen Veränderung. Vielleicht beginnt er mit einem Atemzug, einer sanften Bewegung oder dem Moment, in dem du deinem Körper wieder aufmerksam zuhörst.

Deine persönliche Reflexion.

Was braucht dein Körper heute von dir, damit sich wieder ein wenig mehr Vertrauen, Sicherheit und Verbundenheit entwickeln darf?

"Ich bin nicht das, was mir passiert ist. Ich bin das, was ich sein möchte. Wenn das Leben mir Herausforderungen schickt."

Erfahrungen einer Teilnehmerin
aus dem Bereich Yoga und Krebs.

Die Zeitungsanzeige im vergangenen August mit der Einladung zum Tag der offenen Tür in der Yogawerkstatt kam für mich genau zum richtigen Zeitpunkt.
Bis zum Sommer 2025 war ich ein sehr aktiver und vielbeschäftigter Mensch. Mit Yoga hatte ich mich bis dahin kaum auseinandergesetzt. „Das ist doch kein richtiger Sport. So viel Atem und Ruhe brauche ich nicht“, waren meine damaligen Gedanken.
Doch dann brachte eine große Bauchoperation mit der Diagnose Krebs meinen bis dahin so sicheren Stand ganz schön ins Wanken. Auch eine Chemotherapie stand bevor. In dieser Zeit durfte ich lernen, meinen Körper und meinen Geist neu wahrzunehmen, ihre Signale zu verstehen und behutsamer mit mir selbst umzugehen.
Genau hier kam Yoga in mein Leben und mit ihm Birgit.
In den Einzelsessions leistete Birgit mit ihrer einfühlsamen und ehrlichen Art, mit Gesprächen, Atemübungen und achtsamer Körperarbeit einen wertvollen Beitrag zu meinem Wohlbefinden. Nach jedem Treffen verstand ich meinen Körper ein kleines Stück besser.
Birgit schafft es mit ihrer Stimme, ihrer aufmerksamen Begleitung und den individuell abgestimmten Übungen, mich wieder mehr in mein inneres Gleichgewicht zu bringen. Dafür bin ich ihr von Herzen dankbar.
Auch ihr vielfältiges Kursangebot hat mir gezeigt, wie facettenreich Yoga sein kann. Heute kann ich jedem Menschen nur empfehlen, hinter das Wort Yoga zu schauen und selbst zu erfahren, was in der jeweiligen Lebenssituation guttut.
Yoga kann dabei unterstützen, den Herausforderungen des Lebens mit mehr Vertrauen, innerer Ruhe und neuer Kraft zu begegnen und vielleicht mit einem Lächeln in den nächsten Tag zu starten. (Hannah)


Yogawerkstatt Pure Balance · Birgit Mayburg

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