Resilienz bedeutet nicht, noch stärker zu werden

 

Über Belastbarkeit, alte Muster und eine andere Form von Stärke

Yogawerkstatt Birgit Mayburg

Ich kenne das Gefühl, Verantwortung zu tragen. Für Menschen, für Abläufe und für das, was getan werden muss. Viele Jahre war es für mich selbstverständlich, auch dann weiterzumachen, wenn es anstrengend wurde.
Diese Fähigkeit kann eine Stärke sein. Sie wird jedoch zur Belastung, wenn wir uns selbst dabei immer weniger wahrnehmen.

Vielleicht kennst du das: Du bewältigst deinen Alltag, kümmerst dich und hältst vieles zusammen. Nach außen wirkst du belastbar. Doch dein Körper ist angespannt, du schläfst unruhig oder reagierst schneller gereizt. Eigentlich bräuchtest du eine Pause. Trotzdem machst du weiter.
Oft wird genau das mit Resilienz verwechselt.

Belastbarkeit ist nicht dasselbe wie Resilienz

Resilienz bedeutet nicht, möglichst lange durchzuhalten, jede Belastung allein zu bewältigen oder nach einem Rückschlag schnell wieder zu funktionieren.
Ein Mensch kann nach außen sehr belastbar wirken und innerlich längst erschöpft sein.
Wenn wir über längere Zeit eigene Bedürfnisse übergehen, gewöhnt sich unser System daran, Warnsignale zurückzustellen. Müdigkeit wird übergangen. Anspannung fällt erst am Abend auf. Ein Nein fühlt sich unangenehmer an als eine weitere Aufgabe.
Der Körper bleibt in Bereitschaft, weil er gelernt hat, dass noch etwas erledigt, geregelt oder aufgefangen werden muss. Selbst in ruhigen Momenten gelingt es dann kaum, wirklich abzuschalten.
Das ist keine persönliche Schwäche. Es ist eine nachvollziehbare Reaktion auf anhaltende Belastung.

Resilienz beginnt mit Wahrnehmung

Eine Grenze zeigt sich oft früh.
- In einem kurzen Zögern.
- In einem flacheren Atem.
- In dem Wunsch, einen Termin abzusagen.
- In dem Gedanken: Eigentlich ist mir das gerade zu viel.

Bevor wir etwas verändern können, müssen wir bemerken, was gerade geschieht.

Wie geht es mir wirklich?
Was kostet mich besonders viel Kraft?
Wo stimme ich zu, obwohl ich innerlich längst "Nein" meine?

Diese Fragen sind nicht immer bequem. Besonders dann nicht, wenn wir gewohnt sind, zuverlässig und für andere da zu sein. Doch genau hier beginnt Resilienz: nicht beim nächsten Kraftakt, sondern bei einer ehrlichen Wahrnehmung der eigenen Situation.
Wer diese leisen Signale wieder ernst nimmt, muss nicht warten, bis der Körper deutlicher wird.

Was du selbst tun kannst

Alte Muster lassen sich nicht auflösen, indem du dich noch mehr anstrengst. Sie sind meist über viele Jahre entstanden und hatten einmal eine wichtige Aufgabe. Vielleicht hast du früh gelernt, Verantwortung zu übernehmen, Konflikte zu vermeiden oder deine Bedürfnisse zurückzustellen.

Was dir früher Sicherheit gegeben hat, kann dich heute erschöpfen.
Beginne damit, ein wiederkehrendes Muster in deinem Alltag zu beobachten.

Wann sagst du Ja, obwohl du Nein meinst? Wann fühlst du dich für die Stimmung anderer verantwortlich? Wann gehst du über deine Kraft, um niemanden zu enttäuschen?

Versuche nicht, sofort alles zu verändern. Wähle eine konkrete Situation. Halte kurz inne, bevor du wie gewohnt reagierst. Schon dieser Moment schafft einen kleinen Abstand zwischen dem vertrauten Impuls und deiner Entscheidung. Darin entsteht ein neuer Handlungsspielraum und deine Selbstwirksamkeit wird gestärkt.

 

Du kannst nicht bestimmten wie ruhig das Wasser bleibt.
Aber Du kannst lernen Dich SELBST zu tragen.

Wie Yoga und Coaching unterstützen können

Auf der Yogamatte zeigt sich häufig, was wir auch im Alltag tun. Halten wir durch, obwohl der Körper eine Pause braucht? Vergleichen wir uns? Glauben wir, eine Haltung besonders gut machen zu müssen? Oder erlauben wir uns, langsamer zu werden und eine Grenze zu achten?
Deine Yoga Praxis kann helfen, Körpersignale früher wahrzunehmen. Der Atem, eine sanfte Bewegung und bewusstes Innehalten geben dem Nervensystem die Erfahrung, dass nicht ständig etwas geleistet werden muss. So wird Yoga zu mehr als körperlicher Bewegung.
Es wird zu einer Übung darin, sich selbst wieder zuzuhören.

Im Resilienz Coaching können die Zusammenhänge hinter einem Muster genauer betrachtet werden. Welche Erfahrung hat dieses Verhalten geprägt? Wovor schützt es dich? Und welche Reaktion wäre heute hilfreicher?
Dabei geht es nicht darum, die Vergangenheit endlos zu analysieren. Es geht darum, automatische Reaktionen zu verstehen und wieder wählen zu können.
Diese Veränderung braucht Zeit. Ein vertrautes Muster verschwindet selten durch eine einzige Erkenntnis. Es wird schwächer, wenn du wiederholt eine andere Erfahrung machst: eine Grenze aussprechen und verbunden bleiben. Um Hilfe bitten und nicht abgewertet werden. Eine Pause machen, ohne dass alles zusammenbricht.

Eine andere Form von Stärke

Stark zu sein bedeutet für mich heute nicht mehr, alles auszuhalten. Es bedeutet, rechtzeitig wahrzunehmen, was mich erschöpft. Mich nicht dafür zu verurteilen, dass meine Kräfte begrenzt sind. Unterstützung anzunehmen und Entscheidungen zu treffen, die auch für mich tragfähig sind.
Resilienz wächst dort, wo wir uns selbst wieder ernst nehmen.
Nicht erst dann, wenn nichts mehr geht. Sondern mitten im Alltag – in den kleinen Momenten, in denen wir innehalten und anders entscheiden.

Dein Journaling

In welchen Situationen gehe ich regelmäßig über meine eigenen Bedürfnisse oder Grenzen hinweg?
Welches vertraute Muster schützt mich vielleicht noch heute, obwohl ich es nicht mehr in derselben Weise brauche?
Was könnte ich in einer konkreten Situation anders tun, damit ich mich selbst nicht wieder übergehe?

Erfahrungsbericht zum Coaching Kathrin S.

Manche Menschen begegnen einem genau dann, wenn man sie braucht. Für mich ist Birgit so ein Mensch.

Kennengelernt habe ich sie im Januar 2025 in ihrem „Healing & Shine“-Kurs. Ich habe mich vom ersten Moment an sicher und aufgehoben gefühlt. Wir haben gelacht, geweint, getanzt, gesungen, geatmet und einfach sein dürfen.

Eine Woche nachdem der Kurs zu Ende war, bekam unser Sohn die Diagnose Leukämie und unser Leben stand plötzlich Kopf. In dieser Zeit hat mir vieles aus dem Kurs geholfen mehr, als ich damals vielleicht überhaupt verstanden habe.

Im Januar 2026 nahm ich bei Birgit an ihrem „Inneren Kind“-Workshop teil. Dort zog ich die Karte „Trost“. Damals konnte ich damit überhaupt nichts anfangen. Birgit schon. Ihre Worte haben etwas in mir berührt, das sich über dieses schwere Jahr angestaut hatte.
Als sie mir sagte, dass es gut wäre, dieses Krankheitsjahr für mich aufzuarbeiten, fragte ich sie, ob sie jemanden kenne, der mich dabei begleiten könnte. Ihre Antwort: „Ich kann das.“

Und genau so begann meine 1:1-Begleitung bei Birgit.
Es war intensiv,traurig, bewegend, erkenntnisreich und unglaublich wertvoll. Wir haben hingeschaut, gefühlt und Dinge zugelassen, für die im vergangenen Jahr einfach kein Raum gewesen war. Wir haben mit dem Inneren Kind gearbeitet, meine Herkunftsfamilie angeschaut, mit craniosacrale Körperarbeit gearbeitet und ich bekam kleine Übungen und Meditationen für meinen Alltag.

Was ich an Birgit besonders schätze: Bei ihr fühle ich mich sicher. Sie stellt die richtigen Fragen, gibt mir Raum und kann diesen Raum halten.

Durch die gemeinsame Arbeit habe ich mich selbst besser kennengelernt und vieles verstanden, was vorher nur ein Gefühl oder ein Muster war.
Ich bin sehr dankbar, dass ich Birgit begegnet bin und wir diese Reise zusammen machen konnten. Für mich ist ihr 1:1-Coaching nicht einfach Coaching – es ist ein geschützter Raum, in dem man sich selbst wirklich begegnen darf.
Von Herzen empfehlenswert.

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